6 bis 8 Prozent aller von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen könnten eingespart werden, wenn wir aufhören würden Lebensmittel zu verschwenden

Nehmen wir die Internationale Woche zum Thema Kompost (International Compost Awareness Week) zum Anlass um kleine Veränderungen vorzunehmen, die im Kampf gegen den Klimawandel einen großen Unterschied machen können. Nach Angaben des World Wildlife Fund können rund 6 bis 8 Prozent aller von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen eingespart werden, wenn wir die Verschwendung von Lebensmitteln stoppen würden. Landen Lebensmittel auf der Mülldeponie, verrotten diese und produzieren dabei Methan – ein Treibhausgas, das noch stärker ist als CO2. Glücklicherweise gibt es einen einfachen Weg, mit dem wir unseren CO2-Fußabdruck verringern können: den Kauf von kompostierbaren Produkten und die Eigenkompostierung dieser zu Hause. Diese Lösung ist nicht nur sicherer für Mensch und Umwelt, sondern wirkt sich zudem auch nicht negativ auf die Erde aus.  

Wählen Sie kompostierbare Produkte 

Nachhaltiges Kaufverhalten ist ein Ansatz, bei dem man Produkte kauft, die die Umwelt weniger belasten. Eine Möglichkeit, umweltbewusst einzukaufen, ist der Kauf kompostierbarer Produkte aus pflanzenbasierten, nachhaltigen Materialien wie Zuckerrohr- oder Bambusfasern und Maisstärke kaufen. So gibt es etwa kompostierbare Becher, Teller, Lebensmittelbehälter, Besteck, Müllbeutel, Haarbürsten und sogar Zahnbürsten. Diese wurden so gestaltet, dass die organischen Bestandteile durch Kompostierung wiederverwertet werden können. Wird das kompostierbare Produkt nicht mehr genutzt, kann es folglich umweltfreundlich entsorgt werden. 

Durch Kompostierung können wir auf einfache Weise unseren CO2-Fußabdruck verringern, umweltfreundlicher leben, unsere Abhängigkeit von Mülldeponien reduzieren und somit weniger Treibhausgase in die Atmosphäre abgeben. Außerdem ist Kompostieren ist fast überall möglich: in Komposteimern in Wohnungen, in Gärten oder sogar in Büros. 

Wie kompostiert man richtig? 

Wenn man organisches Material kompostiert, z. B. Kaffeesatz, Bananenschalen, Gartenabfälle oder andere kompostierbare Produkte, rettet man wertvolle Ressourcen vor der Mülldeponie. Um Ihnen bei den ersten Schritten auf dem Weg zur Kompostierung zu helfen, haben wir hier ein paar einfache Tipps zusammengestellt.  

1. Schritt: Wählen Sie den passenden Standort 

Wir raten Ihnen, einen unauffälligen Standort mit guter Luftzirkulation zu wählen. Darüber hinaus sollte ein Zugang zu Wasser in der Nähe sein. Im Sommer sollte der Standort halbschattig, im Winter gut besonnt sein. 

2. Schritt: Achten Sie darauf, was auf den Kompost darf 

Wenn es darum geht, was kompostiert werden soll, sollten Sie sorgfältig vorgehen. Eine allgemeine Regel besagt, dass man mit Obst und Gemüse, Teebeuteln, Kaffeesatz, Eierschalen oder verwelkten Blumen starten soll. Vermeiden Sie Fleisch, Milchprodukt und andere Lebensmittelreste, da damit Nagetiere angelockt werden können. 

3. Schritt: Halten Sie Ihren Komposthaufen gesund 

Ein guter Komposthaufen besteht aus grünem und braunem Material sowie Wasser. Grün steht für stickstoffhaltige Stoffe wie Rasenschnitt, Unkraut, Küchenabfälle. Braunes Material ist reich an Kohlenstoff, z.B. Stroh, Holz, Hackschnitzel, Laub. Um den Komposthaufen gleichmäßig feucht zu halten, sollte Wasser hinzugefügt werden. 

4. Schritt: Geduld! 

Wenn Ihr Komposthaufen fertig ist, sollte er wie dunkle Erde aussehen, sich so anfühlen und auch danach riechen, und sämtliches von Ihnen hinzugefügte Material sollte sich zersetzt haben. Der Haufen sollte nun weniger als halb so groß wie zu Beginn sein und sich wesentlich verdichtet haben. Jetzt können Sie den fertigen Kompost für ein gesünderes Wachstum auf Ihren Blumenbeeten verteilen oder zu Bäumen und Zimmerpflanzen hinzufügen. 

Es ist wichtig, weniger natürliche Ressourcen auf der Mülldeponie zu entsorgen und sie stattdessen wiederzuverwenden und wiederzuverwerten. Das wirkt sich positiv auf die Umwelt, das Klima, Ihre Pflanzen und sogar Ihren Geldbeutel aus. Während der diesjährigen International Compost Awareness Week feiert #It’sInOurHands die Vorteile von kompostierbaren Produkten und der Kompostierung. Beide leisten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. 

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