
@jose_phiiine:"Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft stehen"
Beach Cleaning, Verstecktes Plastik und biologisch abbaubare Alternativen - In ihrem Gastbeitrag teilt die deutsche Lifestyle-Bloggerin @jose_phiiine neben ihren persönlichen Erfahrungen, auch interessante Ansätze, wie wir gemeinsam in eine nachhaltige Zukunft gehen können.
Und hier standen wir. Im Sommer 2019. Hand in Hand. Am Meer. Am Atlantischen Ozean. Kurz nachdem wir ein Beach Cleaning gemacht haben: Eine Getränkedose, eine Plastikplane, Feuchttücher, Strohhalme, Zigaretten, eine Eisverpackung. Wir sind hier in einer Surfer-Region. Es ist jeden Tag, besonders am Nachmittag, so windig. Wenigstens ein paar Sachen konnten wir wegbringen, bevor der starke Wind sie erfasst und direkt ins Meer transportiert hat. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Denn: Schätzungen zufolge schwimmen aktuell 158 Millionen Tonnen Plastik in unseren Meeren. Eine Zahl, die surreal groß ist. Aber real. Eine Zahl, die erstmal verdaut werden muss. Für sich stehen muss. Und: Bis ins Mark erschüttert. Und sprachlos macht, denn: Es ist in unserer Hand, das zu ändern. Unseren menschlichen Fußabdruck zu minimieren. Das zu stoppen. Wenigstens ein bisschen. Und "ein bisschen" wird in der Summe viel. Ganz sicher.
Was wir dabei nicht brauchen: Erhobene Zeigefinger, Bashing und daraus resultierende Demotivation. Was wir brauchen: Millionen Menschen, die kleine Schritte gehen. Die sich zu etwas Großem manifestieren. Viele unperfekte Menschen, die jeden Tag etwas mehr richtig machen. Plastik einsparen, abwägen. Gute Aufklärung, Hoffnung und Wille zur Veränderung. Wann immer möglich bewusstes Wählen der nachhaltigen Option. Und: biologisch abbaubare Alternativen zu Plastik-Einwegprodukten. Zu Produkten, die wir massenhaft verwenden: Allen voran zum Beispiel Feuchttüchern. Sie sind überall. Im Bad, in der Küche, unterwegs. Und das ist erschütternd.
Denn diese massenhaft im Einsatz stehenden Hygieneprodukte sind unter anderem für bis zu 8% des Plastikmülls in den Meeren und an den Stränden in manchen Regionen verantwortlich. Enthalten die Feuchttücher bzw. genauer gesagt das Trägermaterial doch mehrheitlich verstecktes Plastik in Form von Polyesterfasern. Im Gegensatz zu den Inhaltsstoffen der Pflegelotionen müssen Angaben zum Tuch selber, also den Fasern aus denen es hergestellt wird, gesetzlich nicht ausgewiesen sein. Dadurch ist es so schwer, eine bewusste Entscheidung gegen Plastik zu treffen. Denn es ist versteckt. Lasst es uns gemeinsam sichtbar machen!
Eine Möglichkeit ist natürlich, einen feuchten, widerverwendbaren Lappen zu nutzen. Einen Beutel, ein Tuch und Wasser, in welches das Tuch getränkt werden kann. Aber das ist nicht immer bei jedem von uns möglich. Nicht immer denkt man daran. An jeden Brotbeutel, jedes Obstnetz oder jeden Coffee to-go-Becher. Nicht immer ist jeder dazu bereit, nach dem Ideal zu streben. In allen Bereichen. Sofort. Von heute auf morgen. Das ist nicht nur schwierig, das ist gänzlich unmöglich. Umso wichtiger ist es, dass es nachhaltige Alternativen zu Einwegplastik gibt. Zum Beispiel Feuchttücher aus holzbasierten Cellulosefasern, die biologisch abbaubar sind. Wie die VEOCEL™ Fasern, der österreichischen Lenzing AG. Umso wichtiger ist dabei nicht nur, dass jeder da abgeholt werden kann, wo er steht, sondern auch dass Alternativen angeboten werden. Von Herstellern. Von Produzenten. Vom Handel. Jeder und jede muss dort abgeholt werden, wo er oder sie bereit ist, sich für eine lebenswerte Zukunft zu engagieren. In der Gemeinschaft. Für die Gemeinschaft. Für eine lebenswerte Welt. Für uns alle. #ItsInOurHands

