
Plastikmüll hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt und bietet Anlass zur Sorge
Der Große Pazifische Müllteppich erstreckt sich über den Ozean von der Westküste Nordamerikas bis nach Japan und veranschaulicht sehr eindrucksvoll den Schaden, den wir unserem Planeten durch den zunehmenden Gebrauch von Plastik zufügen. Die enorme Menge an Mikroplastik kann und darf nicht ignoriert werden, denn es dringt in unser Leben vor, driftet durch die Luft und verunreinigt unser Trinkwasser. Die Erfindung von Plastik hat unser Leben zweifelsohne revolutioniert, aber wir haben auch eine ungesunde Abhängigkeit davon entwickelt, weil Einwegprodukte und -verpackungen einfach praktisch sind.
Weltweit wird doppelt so viel Plastikmüll produziert wie noch vor zwei Jahrzehnten. Der Großteil davon landet auf Deponien, wird verbrannt oder gelangt in die Umwelt. Lediglich 9 % werden erfolgreich recycelt[1]. Einem Bericht des Center for International Environmental Law zufolge sind die versteckten Kosten der Plastikproduktion und -nutzung hoch. Die Belastung durch Plastikpartikeln und den damit verbundenen Chemikalien verursacht irreparable Schäden an unserem Körper und unserem Planeten. 99 % aller Kunststoffe werden aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Das bedeutet, dass bei der Gewinnung und Herstellung des Materials giftige Stoffe in die Luft gelangen, die unsere Gesundheit belasten[2]. Außerdem verschwindet Plastik nicht einfach, sondern zerfällt nach und nach in immer kleinere Teile: das sogenannte Mikroplastik. Der Plastic Pollution Coalition[3] zufolge ist Mikroplastik inzwischen überall zu finden: in Leitungswasser und Wasserflaschen, in Schalentieren, Honig, Bier und sogar in unserem Körper. Es liegt an uns, den Plastikverbrauch zu reduzieren und die Welt für künftige Generationen zu erhalten. Wir möchten zu einem Wandel aufrufen und hier einige Möglichkeiten vorstellen, in unserem Alltag auf Plastik zu verzichten:
Weniger Einwegplastik
Einwegplastik kommt bei Produkten und Verpackungen zum Einsatz, die dazu bestimmt sind, nur einmal verwendet und dann entsorgt zu werden. Diese Produkte verbrauchen bei ihrer Herstellung Unmengen an Strom, Wasser und natürlichen Ressourcen und werden nur für kurze Zeit genutzt. Obwohl einige recycelbar sind, werden sie in der Regel auf Mülldeponien entsorgt, da das Recycling zu kostspielig ist.
Wir können die Nutzung von Einwegplastik eigentlich ganz leicht umgehen. Nehmen Sie z. B. Ihren eigenen Metallstrohhalm und einen wiederverwendbaren Becher mit, wenn Sie das nächste Mal einen Kaffee kaufen. Oder bringen Sie zum Einkaufen Ihre eigene Tasche und wiederverwendbare Dosen mit. Diese kleinen Schritte mögen unbedeutend erscheinen, aber sie tragen bereits dazu bei, dass nicht noch mehr Plastik im Müll landet.
Keine Produkte mit Mikroperlen
Mikroperlen sind eine Art von Mikroplastik mit einer speziellen Funktion als Peeling. Auch sie haben in den letzten Jahren immer mehr zur Plastikverschmutzung beigetragen. Mikroperlen sind in der Regel in Produkten wie Körper- und Gesichtspeelings, Kosmetika und Zahnpasta zu finden. Einem Bericht von Beat the Microbead zufolge enthielten 87 % der getesteten Produkte von einigen der beliebtesten europäischen Marken Mikroperlen[4].
Wenn Sie das nächste Mal Körperpflegeprodukte kaufen, schauen Sie gezielt nach Artikeln, die zertifiziert plastikfrei sind. Viele Marken und Unternehmen verzichten bewusst auf schädliche Bestandteile aus Mikroplastik. Natürlich können Sie auch auf Produkte mit Fasern der Marke VEOCEL™ setzen, die aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnen und in einem umweltfreundlichen Verfahren hergestellt werden. Diese holzbasierten Cellulosefasern können im Meer innerhalb von 30 Tagen vollständig biologisch abgebaut werden. Bei Kunstfasern auf fossiler Basis ist das nicht möglich. Informieren Sie sich stets vor dem Kauf!
Nachhaltige Verpackungen
In einer konsumorientierten Wirtschaft ist die Verwendung von Verpackungen unvermeidlich – und das ist auch verständlich. Unsere Empfehlung: Unterstützen Sie Unternehmen, die nachhaltige Verpackungen verwenden.
Darunter versteht man Verpackungen, die entweder zu 100 % aus recycelten Materialien oder Rohstoffen hergestellt werden, wiederverwendbar sind oder einen geringen CO2-Fußabdruck aufweisen. Indem wir statt großer internationaler Konzerne kleine Unternehmen unterstützen, die auf umweltfreundliche Verpackungen setzen, zeigen wir den Inhabern, dass uns die Umwelt am Herzen liegt, und ermutigen sie dazu, weiterhin biologisch abbaubare Verpackungen zu nutzen. Das ist wichtig, denn es liegt an uns, die Verwendung von Plastik zu reduzieren und unseren wunderbaren Planeten für zukünftige Generationen zu erhalten. Dafür stehen wir mit unserer Initiative #ItsInOurHands.
[1]https://www.oecd.org/newsroom/plastic-pollution-is-growing-relentlessly-as-waste-management-and-recycling-fall-short.htm
[2]https://www.ciel.org/wp-content/uploads/2019/02/Plastic-and-Health-The-Hidden-Costs-of-a-Plastic-Planet-EXECUTIVE-SUMMARY-February-2019.pdf
[3]https://www.plasticpollutioncoalition.org/guides/singleuseplastics/healthimpacts
[4]https://www.beatthemicrobead.org/wp-content/uploads/2022/06/ExecutiveSummary-PHBI.pdf

